Monjukli Depe
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Artefakte

Brandlehm

Brandlehm gemagert mit Knochen, Steinen und LehmkugelnBrandlehm ist ein Material, welches vielerorts immer noch achtlos weggeworfen wird, obwohl durchaus wichtige Informationen hieraus gewonnen werden können. Es handelt sich dabei in der Regel um kleine bis faustgroße Stücke verbrannten oder halbverbrannten Lehms. Der ehemalige Nutzungszusammenhang, aus dem die Bruchstücke stammen, kann über zwei Wege bestimmt werden. Zum einen ist dies bei guter Erhaltung der Stücke über die Form möglich. Des Weiteren lässt sich die Funktion des Brandlehms über die jeweiligen Fundkontexte ermitteln. In vielen Fällen ist eine eindeutige Funktionsbestimmung nur eingeschränkt über die Magerung und Farbe möglich, weil das Material zu stark fragmentiert sind.

Brandlehm werten wir in zweierlei Hinsicht aus. Einmal handelt es sich dabei um aktiv geformtes Material, wie etwa Lehmziegel, Ofenwand-Reste, Stücke von Lehmputz und anderes. Zum anderen enthalten viele der Lehmstücke Eindrücke von vergänglichem, pflanzlichem Material, z.B. von Flechtwerk, bei Deckeln aber auch potentiell von Gefäßen aus Holz.

Brandlehm ist eine der am meisten vertretenen Fundgattungen im äneolithischen Monjukli Depe. Nachdem im Jahre 2010 mit dem Aufsammeln von Brandlehmstücken und in auch mit Ansätzen der Auswertung des Materials begonnen wurde, fingen wir im Sommer 2011 mit deren systematischer Dokumentation an. Bei der Beschreibung konzentrieren wir uns aufgrund der Masse und der starken Fragmentierung der Funde auf den Gesamteindruck von Assemblagen; nur in Ausnahmen analysieren wir einzelne Stücke genauer. Zu den notierten Merkmalen gehört beispielsweise die Farbe. Diese variiert von Grau, Orange über Braun bis nach Rot und Schwarz. Es gibt nur wenige Formen, die klar unterschieden werden können: amorphe Stücke, konvexe bzw. konkave Stücke und abgerundete Eckstücke, bei denen es sich meist um Reste von Ofenkonstruktionen handeln dürfte. Brandlehm aus solchen Ofen-Kontexten ist sehr hart, weist Aschereste auf und zeichnet sich ferner aus durch eine grobe Magerung mit Stroh. Im Profil erkennt man einen charakteristischen Farbverlauf von Rot über Grau bis Schwarz.

Auch die Oberflächen der Stücke geben uns Anhaltspunkte für die Verarbeitung und Nutzungskontexte des Lehms. Zum Beispiel wurden auf einigen Stücken Fingerabdrücke und Glättungsspuren von Händen entdeckt. Auch unterschiedlich stark ausgeprägte Materialkonstitutionen lassen sich identifizieren, wofür unterschiedliche Magerungen aus pflanzlichen und/oder mineralischen Materialien verantwortlich sind, aber auch der Grad der Feuchtigkeit des Lehms zum Zeitpunkt der Verarbeitung und die Arbeitskanten der eingesetzten Werkzeuge.

Neben Häcksel und Stroh wurde der Lehm auch mit kleinen Steinen, pflanzlichen Resten in der Form von Nuss- oder Körner-ähnliche Stücken, grobem Sand, Ton, Keramikfragmenten und in wenigen Fällen sogar Muscheln als Magerung versetzt. Im Verlauf der Dokumentation fiel uns auf, dass die Ofenbruchstücke aus dem Tiefschnitt H am Rand des Hügels sich markant von den Ofenkonstruktionen aus den übrigen Schnitten abgrenzen. Sie fallen insbesondere durch ihre braune Färbung auf und sind mit kleinen Kieselsteinen sowie grobem Sand gemagert.

Insgesamt hoffen wir, aus den Beobachtungen des Brandlehms eine Differenzierung vornehmen zu können, die das Material nach unterschiedlichen Arten von Lehmputzschichten, Ofenmaterialien und Flechtwerkbewurf einteilt. Bei entsprechend guter Erhaltung lassen sich Flechtwerknegative erkennen, deren Abdrücke andeuten, dass nur wenige Zentimeter starke Hölzer verwendet wurden, die parallel zueinander angeordnet waren. Auch unterschiedliche Gruppen von schweren, fein gemagerten bis zu leichteren, gröber gemagerten Ziegeln wollen wir auf diese Weise identifizieren.

 

Brandlehm mit Schnurabdrücken, evtl. VerschlussSichtbare Spuren der Magerung - Ähren, Stroh und Körner

 

 

Felssteinobjekte

Die Felssteinobjekte (im Englischen auch unter "ground stone" oder "macro-lithic" bekannt) umfassen alle Objekte aus Stein, die nicht bzw. kaum in den Analysen von geschlagenen Steinen berücksichtigt werden. Es handelt sich bei dieser Objektkategorie meist um größere Geräte wie Mahlsteine, Mörser, und auch Meißel, die zum Teil sehr arbeits- und zeitintensiv hergestellt wurden.

Ein Fußboden mit zerstreut herumliegenden "burnt stones", die durch die Schmauchspuren auf einen Kontakt mit Feuer hindeuten.Diese traditionelle Unterteilung erfasst jedoch nicht das gesamte relevante Steinmaterial aus Monjukli Depe, da sie Artefakte nur dadurch identifiziert, dass sie durch menschliche Tätigkeiten umgeformt wurden. Zumindest für das Äneolithikum zählen wir jedoch auch eine Masse an unbearbeiteten Steinen zu den kulturell bedeutsamen Felssteingeräten, die vor allem durch den Ruß auf der Oberfläche der Steine auf einen intensiven Kontakt mit Feuer hinweisen. Diese in der Grabungsdokumentation als "burnt stones" registrierten Funde kommen auffallend oft als dichte Streuungen auf Fußböden in Häusern vor. Eine mögliche Deutung dieser faustgroßen Steine aus dichtem Steinmaterial ist die Nutzung als Hitzespeicher, mithin als Koch- oder auch Heizsteine.

Eine weitere Kategorie erfasster Steine sind kleine, von uns als "güzel tash" ("schöne Steine") registrierte Kiesel, die oft in Zusammenhang mit Mauern, an Mauerecken oder zwischen Mauern oder auf Fußböden vorkommen. Diese Knopf- bis Murmelgroßen Steinchen treten meist in Anhäufungen an einem Ort auf. An einigen Stellen konnten bis zu 2 Kilo "güzel tash" geborgen werden. Ihre auffälligste Eigenschaft ist, dass es sich hierbei um unbearbeitete Steine handelt, die durch ihre weiße, manchmal rötlich bis gelbliche Farbe aus dem Umfeld herausstechen. Die bisherige Analyse ergab, dass das Steinmaterial durchaus variiert, was zur Überlegung führt, dass diese "schönen Steine" vermutlich aus ästhetischen Gründen gesammelt worden waren.

Die Felssteinobjekte aus Monjukli Depe werden detailliert dokumentiert nach Größe, Gewicht, Form, Gestein, Farbe, Kontext, Bearbeitungs- und Nutzungsspuren usw. Mit diesem Ansatz sollen Materialauswahl, Bearbeitung und Gebrauch bis hin zur Wiederverwendung und Entsorgung untersucht werden, um einen Einblick in die Stellung dieser leicht zu beschaffenden Objekte im Leben der Menschen in Monjukli Depe zu erhalten.

 

Zwei bearbeitete Stößel mit Bearbeitungs- und Nutzungsspuren. Vermutlich wurden die Objekte für mehr als eine Funktion verwendet, wie diese Stößel, die Stoßspuren auf der Unterseite, aber auch Reibspuren an den Seiten aufweisen.Oben links eine Anhäufung von "schönen Steinen", die durch die etwa gleiche Größe (ca. 3cm im Durchschnitt) und ihre helle, vom Umfeld abgrenzende Farbe während der Grabungsarbeiten sofort auffielen.

 

Keramik

Der Stratigraphie folgend, unterscheiden wir in Monjukli Depe neolithische und äneolithische Keramik.

Die neolithische Keramik des Jeitun-Horizonts ist häckselgemagert und zeichnet sich durch Wanddicken bis zu 2cm aus, wobei der Scherbenkern fast immer durch einen teil-oxidierenden Brand grau bis schwarz gefärbt ist. Bisher konnten keine kompletten Gefäße ausgegraben oder zusammengesetzt werden, jedoch können wir feststellen, dass es sich um Waren mit einfachem, sich verjüngendem Rand, S-förmiger Wand und leicht eingedellten Böden handelt, sog. "dimpled bases". Derartige Formen als auch die Häckselmagerung sind für das gesamte Spät-Neolithikum des "Eastern Wing" des Fruchtbaren Halbmonds typisch. Die Gefäße sind meist mit einem rötlichen oder bräunlichen Überzug versehen.

Sehr selten tritt eine dünnwandigere, ebenfalls Häcksel-gemagerte Ware auf, deren rot polierte Überzüge schwarze Bemalung aufweisen ("Black-on-Red" Ware). Exemplare dieser Ware bestehen fast immer aus sehr kleinen, an den Rändern erodierten Scherben und kommen stratigraphisch in Bereichen vor, die knapp unter dem frühesten äneolithischen Niveau liegen. Dies weist darauf hin, dass die "Black-on-Red" Ware nicht in ihrem Nutzungskontext gefunden wurden.

Die äneolithische Keramik des Meana-Horizonts kommt im Gegensatz zur neolithischen nur in sehr geringen Stückzahlen vor. Genaue Dichteberechnungen existieren noch nicht, jedoch würde der Vergleich mit synchronen Orten im Hochland von Iran (Bakun-zeitliche Orte) oder der Ubaid II-III-Zeit in Mesopotamien starke Unterschiede ergeben. Die Meana-Keramik, wie wir sie nennen, ist deutlich feiner gearbeitet als die örtlichen neolithischen Waren, enthält keine oder wenig mineralische Magerung und ist in den meisten Fällen mit einem rötlichen, seltener mit einem beigefarbenen Wash (dünner, in Wischtechnik aufgetragener Überzug) versehen. Oft sind die Gefäße mit schwarzer Farbe bemalt. Die Gefäßformen variieren zwischen bauchigen Schüsseln und tiefen Schalen. Typisch sind jedoch die für den gesamten "Cheshme Ali" Horizont belegten sehr kleinen Bodendurchmesser und vergleichsweise sehr großen Randdurchmesser. Die dadurch entstehenden weit offen Formen sind nicht standfest.

 

Neolithische Keramik mit HäckselmagerungÄneolithische Keramik mit schwarzer Bemalung

 

Als Gefäßdekor tritt ausschließlich Bemalung auf. Häufig findet sich ein horizontales breites Band entlang des Gefäßrandes, das komplett einfarbig gefüllt ist, oder mit einer sehr eng angelegten Kreuzschraffur, seltener mit anderen geometrischen Mustern. Von dem Band aus ziehen nach unten sich verdickende Strahlen zum Boden. Auf der Gefäßunterseite sind Pinsel-Malreste sichtbar, die offensichtlich absichtlich angebracht wurden, als man die vertikalen Striche zog. Der Anblick eines derart verzierten Gefäßes hat, sieht man es sich in umgedrehtem Zustand an, Ähnlichkeiten mit einem Sternenmuster. Teilweise wurde auch auf der Innenseite Gefäße ein Wash aufgetragen und anschließend bemalt.

Vereinzelt finden sich Bruchstücke ungebrannter Keramik. Diese sind von der Textur her der äneolithischen Ware sehr ähnlich. Das Vorhandensein ungebrannter Keramik könnte erklären, warum insgesamt nur geringe Quantitäten gebrannter äneolithischer Keramik vorhanden sind, führt aber auch die Frage mit sich, wofür äneolithische keramische Gefäße überhaupt verwendet wurden.

 

Beispiel eines geometrischen Musters auf äneolithischer KeramikUngebrannte äneolithische Keramik

 

Es ist möglich, dass die zwei sehr verschiedenen Keramiktypen des Neo- und Äneolithikums in Monjukli Depe unterschiedlichen Technologiekomplexen zuzuordnen sind. Schließlich ist zwischen den neolithischen und den äneolithischen Schichten ein Hiatus zu verzeichnen. Archäometrische Untersuchungen ergaben, dass beide Gefäßarten bei gleich hohen Temperaturen gebrannt worden sein dürften. Dennoch ist die Vermutung nicht abwegig, dass es im Äneolithikum spezielle Brennöfen für Keramik gab, während man im Neolithikum den offenen Brand für die Herstellung von Keramiken nutzte. Die Betrachtung der Pyrotechnologie insgesamt deutet dies ebenfalls an.

 

Spinnwirtel

Als ‚Spinnwirtel' werden meist Objekte verstanden, deren primäre Funktion die Fadenherstellung ist. Neben dieser durch den Namen zugeschriebenen möglichen Nutzung sind aufgrund der Form und weiterer physikalischer Eigenschaften aber auch andere Verwendungen denkbar.

In Monjukli Depe wurden in den vergangenen Kampagnen während der Grabungsarbeiten mehrere hundert Spinnwirtel und -fragmente dokumentiert. Diese lassen sich aufteilen in einfach-kegelförmige Wirtel, kegelförmige Wirtel mit Bodenaushöhlung und doppel-kegelförmige Wirtel.

 

Spinnwirtel mit flacher BasisSpinnwirtel mit konkaver Basis

 

Doppelkegelformen ließen sich bisher nur zweimal belegen, den weitaus größeren Anteil stellen die einfach-kegelförmigen Wirtel dar. Alle Wirtel sind aus Ton gefertigt, der lokal erhältlich war. Die Farbvarianz der Objekte ist auf die unterschiedlichen Brenntemperaturen zurückzuführen, der die Wirtel z.T. ausgesetzt waren. So finden sich Farbschattierungen von beige (ungebrannt bis leicht gebrannt) bis rot oder schwarz (reduzierend bzw. bei oxidierender Atmosphäre gebrannt). Einige Objekte waren mit einem farbigen Überzug versehen.

 

Verschienede Brandstadien - ungebrannt, gebrannt und reduktiv gebrannt (vlnr)Spinnwirtel mit Farbresten

 

Die räumliche Verteilung der Funde verweist auf zwei deutlich unterschiedliche Kontexte. Zum einen wurden Wirtel auf Fußböden innerhalb von Gebäuden gefunden, zum anderen in Entsorgungskontexten, wie einer großen Abfallgrube oder einem leerstehenden Gebäude. Die dokumentierten Funde wurden somit an verschiedenen Orten entsorgt oder zurückgelassen. Auffällig ist hierbei dass mehrere Wirtel komplett erhalten entsorgt wurden, was auf eine gewisse Wertlosigkeit der Wirtel hindeutet.

Bis auf einen in Jeitun-zeitlich-neolithischen Schichten gefundenen Wirtel stammen alle aus dem Meana-Horizont (äneolithische Schichten). Der einzelne Fund eines Wirtels aus neolithischen Schichten belegt allerdings, trotz des erhöhten Aufkommens in jüngeren Schichten, dass die Wirtel-Technologie, und damit potenziell auch die Faden- und Textil-Herstellung bereits vor dem Meana-Horizont bekannt war.

 

Tierknochen - Archäozoologische Untersuchungen

Die Untersuchungen des Tierknochenmaterials von Monjukli Depe finden durch die archäozoologische Abteilung des Deutschen Archäologischen Institutes in Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Benecke statt. Die tierartliche Bestimmung erbrachte den Nachweis von Säugetieren, Vögeln, Fischen und Kriechtieren im Fundmaterial.

Der große Aschehaufen Eastern Midden mit TierknochenDie ersten Ergebnisse des ausgewerteten Tierknochenmaterials der Grabungskampagne im Jahre 2010 wurden in einem Vorbericht veröffentlicht (Benecke in Pollock, Bernbeck et al. 2011). Es hat sich bereits herauskristallisiert, dass sowohl für die äneolithischen (5. Jtsd. BCE) als auch die neolithischen (früh 6. Jtsd. BCE) Knochenkollektionen Schaf und Ziege als Haus- und Nutztiere die deutlich dominierenden Tierarten sind, gefolgt vom Hausrind in weitaus niedrigerer Anzahl. Als Wildtierarten konnten vornehmlich Halbesel und Gazelle bestimmt werden. Die Knochenassemblage der zweiten Kampagne verdeutlicht, dass die Subsistenzwirtschaft der SiedlungsbewohnerInnen sowohl auf der Kultivierung von Pflanzen als auch auf Viehwirtschaft basierte. Das beträchtliche Wildtierrepertoire deutet an, dass der Nahrungsgewinn durch natürliche Ressourcen ebenfalls einen erheblichen Stellenwert hatte.

 

 

 

Rinderknochen im Eastern MiddenEine kontextuelle Untersuchung verglich die Knochenkollektionen eines großen Aschehaufens ("Eastern Midden") mit anderen Kollektionen aus der äneolithischen Siedlung. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Fauna des "Eastern Midden" höchstwahrscheinlich Reste von Festmählern enthielt. Rindern, deren Schädel dort häufig und in einem recht vollständigen Zustand identifiziert wurden, kam bei den Festen anscheinend eine gewichtige Rolle am Ort zu.

Innerhalb des Fundmaterials ließen sich des Weiteren eine kleine Anzahl zum Artefakt umgearbeiteter Knochen, wie zum Beispiel Ahlen oder mit einem eingebrannten Loch versehene Beckenknochen dokumentieren.

 

 

 

KnochenahleMit eingebranntem Loch versehene Beckenknochen

 

Tokens

Der englische Begriff "Token", der zur Beschreibung von kleineren Objekten aus Ton und seltener aus anderen Materialien wie Stein genutzt wird, ist problematisch. Er bedeutet "Zeichen", "Spielstein", "Merkmal" und unterstellt daher einige wenige Funktionen dieser Lehmstückchen. Oft werden sie mit wirtschaftlichen Aktivitäten assoziiert und/oder als Zählsteine, Erinnerungssteine, Spielsteine verstanden. Dies muss jedoch nicht zutreffen (Pollock 2010). Trotz ihrer Vielfalt können Tokens häufig mit geometrischen Formen beschrieben werden.

In den letzten drei Jahren wurden um die 150 Tokens in Monjukli Depe dokumentiert. Viele stammen aus Ascheschichten, und alle bestehen aus ungebranntem oder nur leicht gebranntem Ton. Die Tokens machen den Anschein einer eher hastigen, unsorgfältigen Herstellung, da sie relativ grob und wenig behandelt scheinen. In einigen Fällen können Fingerabdrücke oder Eindrücke von Schilf bzw. Schilfmatten auf der Oberfläche der Tokens beobachtet werden.

Die Maße liegen etwa bei 2 bis 6 cm Höhe und 1,5 bis 4 cm Durchmesser. Die häufigsten Formen der äneolithischen Tokens aus Monjukli Depe sind:

Tokens ins Scheibenform, Plättchen und KugelnPyramidenförmige und konische Tokens

Konische Tokens mit Durchbohrungen

Schmal konische Tokens mit rundlichem Kopfteil und KrönchenKonische Tokens mit Krönchen als Kopfteil

 

Ein vergleichsweise sehr großer Token, welcher der konischen Form mit Krönchen entspricht, hat die Maße von ca. 6cm in Höhe und 4cm Durchmesser. Die konischen Formen werden in anderen Zusammenhängen auch als abstrakte Ausformungen anthropomorpher Figurinen gedeutet (Solovyova 2005), oder auch als Lippenpflöcke, mit denen man den menschlichen Körper schmückte (Pollock 2010).